Südafrika von seiner schönsten Seite

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Urlaub unter der Sonne

Geschichte Südafrikas

Die Geschichte Südafrikas geht bis in die frühsten Epochen der Erdgeschichte zurück. Spuren reichen bis ins Zeitalter des Holozäns. Nach der Einwanderung verschiedener schwarzer Völker im 15.
Jahrhundert kommt 1652 der niederländische Kommandeur Jan van Riebeeck am Kap an und hisst die niederländische Flagge. Kapstadt war gegründet. Weiße Bauern erbauen in den folgenden Jahren die ersten Farmen und die Hugenotten besiedeln Teile des Landes.

Um 1658 beginnt die Ausbreitung der Sklaverei und um das Jahr 1800 leben bereits 26.000 Sklaven im Land. Eine kurze Zeit der englischen Besetzung (1795-1803) folgte, in der die englischen Truppen versuchen die Grenzgebiete am Kap unter Kontrolle zu bringen. Jedoch scheitert dieser Versuch und 1803 überlässt England den Niederlanden die Kapregion. 1814 aber treten die Niederlande die Kapregion an England ab.

Im Jahre 1867 wird der erste Diamant in der Nähe von Hopetown entdeckt. Schon bald beginnt ein regelrechtes Diamantenfieber, welches durch Funde bei Kimberley im Jahr 1869 noch verstärkt wird. Abenteurer aus aller Welt kommen ans Kap auf der Suche nach dem großen Reichtum.
1880 bis 1881 kommt es zum ersten Zusammenstoß zwischen Großbritannien und der Südafrikanischen Republik im Rahmen des ersten Burenkriegs. Der sollte die Zugehörigkeit der bis dahin niederländischen Kapkolonie klären. Die dort lebenden Buren revoltieren gegen die Annexion durch Großbritannien 1877 und 1880 bricht der Krieg aus, in dem England erhebliche Niederlagen hinnehmen muss. Jedoch kommt es 1881 zur Waffenruhe und zur Unterzeichnung des Friedensvertrags, in dem die Selbstverwaltung des Transvaals unter formeller britischer Oberherrschaft festgelegt wird.

1913 kommt es zur Beschränkung des Landeigentums für Schwarze per Gesetz und kurz darauf, 1914, tritt Südafrika auf der Seite der Alliierten in den 1. Weltkrieg ein. Im Laufe der Jahre zeichnet sich die Ära der Apartheid immer deutlicher ab. 1927 wird in 26 Städten die schwarze und farbige Bevölkerung zwangsausgesiedelt. Während 1930 den weißen Frauen im Land das Wahlrecht zuerkannt wird, verlieren es sechs Jahre später die Farbigen. Als 1948 die Nationale Partei die Wahlen gewinnt, beginnt die Apartheids-Politik in vollem Umfang.

Nach vielen Jahren der Unruhe und Demonstration gegen die räumliche und gesellschaftliche Segregation der schwarzen und weißen Bevölkerung und nach der Verhaftung Nelson Mandelas, kommt es erst 1986 zu einem Beschluss, der die Aufhebung vieler Apartheids-Gesetze vorschreibt. So erhalten Schwarze ihre Grundeigentumsrechte zurück, Mischehen werden erlaubt und die Passgesetze und Zuzugskontrollen abgeschafft.

1990 wird Mandela aus der Haft entlassen und der landesweite Ausnahmezustand aufgehoben.
1991 folgt auch die Aufhebung der letzten Apartheid-Gesetze und Mandela wird zum Präsidenten des ANC (South African National Congress) gewählt.
Doch die blutigen Auseinandersetzungen und Demonstrationen nehmen bis 1996 kein Ende. Noch heute stellt der ANC die Regierung Südafrikas.

Politik

Südafrika ist seit 1961 offiziell eine Republik. Die ersten demokratischen Wahlen fanden aber erst nach dem Ende der Apartheid im April 1994 statt. Bis Anfang der 1990er Jahre wurde das Leben in Südafrika durch die international geächtete Apartheids-Politik (Afrikaans = Trennung) bestimmt. Die sogenannte Wahrheits- und Versöhnungskommission versuchte zwischen 1996 und 1998 politisch motivierte Verbrechen, die während der Zeit der Apartheid begangen wurden, zu untersuchen und aufzuarbeiten. Ihr Vorsitzender Bischof Desmond Tutu war Symbolfigur der Schwarzen und wurde auch als Gesprächs- und Verhandlungspartner von Seiten der Regierung akzeptiert.
Seit dem Ende der Apartheid wird die südafrikanische Politik von der einstigen Anti-Apartheidsbewegung African National Congress beeinflusst. Zweitstärkste Oppositionspartei ist die Democratic Alliance. Der derzeitige Staats- und Regierungschef ist Thabo Mbeki und wie sein Vorgänger Mandela, Mietglied des ANC.